Der Maschinenpark von Ib Andresen Industri wird um einen Faserlaser mit Blechturm und einer automatischen Entnahmeeinheit und eine 320 T Abkantpresse mit Handhaberoboter erweitert.

 

Die Maschinen wurden gekauft, um Kapazität und Kapabilität zu steigern und gleichzeitig unsere Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Sie werden Teil eines sehr effizienten Flows, der für Bestands- und Neukunden gleichermaßen realisierbar ist“, erklärt Brian R. Knudsen, Plant Manager bei Ib Andresen Industri.

 

Ib Andresen Industri investiert einen zweistelligen Millionenbetrag in die Maschinen. Sie werden Teil eines auf Ganzheitlich ausgerichteten Maßnahmenpakets, mit dem die Synergien im gesamten Bearbeitungsprozess vom Einlesen von 3D-Zeichnungen bis zur Auslieferung vor Ort beim Kunden gestärkt werden sollen.

 

Brian R. Knudsen fügt hinzu: „Die neuen Maschinen sind nicht alles. Salvagnini hat es verstanden, die Maschinen im späteren Gesamtzusammenhang zu sehen, weshalb die Erwartungen groß sind. Sie haben das Gleiche wie wir selbst getan, wenn wir dem Kunden gegenüber sitzen, nämlich zugehört und beraten, um die bestmögliche Lösung sicherzustellen.“

 

Das Konzept, nach dem Ib Andresen Industri arbeitet, ist unverändert. Hier gibt es unter anderem die Möglichkeit der Lagerführung von Coils und eines eigenen Stahlservicecenters, die zusammen mit dem Maschinenpark und kundenspezifischem Logistik-Setup für hohe Liefersicherheit und für, branchenuntypisch, sehr kurze Lieferzeiten sorgen.

 

Salvagnini: Das Konzept baut auf eine automatisierte Lösung

Kontinuität und Flexibilität sind zwei ausgesprochen wichtige Begriffe bei der Automatisierung eines Prozesses, der die Anforderungen und Bedürfnisse eines Lieferanten berücksichtigen können muss. Rohe Maschinenkraft tut es nicht allein, obwohl man bei Ib Andresen Industri obendrein den größten und leistungsstärksten Laserschneider gewählt hat, der bei Salvagnini produziert wird“, berichtet Bernhard Jessen, Sales Manager bei Salvagnini.

 

Es geht darum, den Prozess in Gang zu halten, obwohl den ganzen Tag lang Umstellungen erfolgen. Eine verlorene Viertelstunde bei der Umstellung zwischen kurzen Serien verringert die Rentabilität einer Maschine spürbar. Hier wurde das Hauptaugenmerk auf die Konfiguration der neuen FMC-Produktionszelle der Laserabteilung von Ib Andresen Industri gelegt.

 

Bei größeren Serien arbeitet die Zelle über längere Zeit selbstständig und die anschließende Aussortierung der Zuschnitte erfolgt per MC-Entnahmeroboter. Das verbessert die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber konventionellen Methoden, bei denen die Werkstücke anschließend per Hand vom Restgitter sortiert werden.

 

Das System ist mit einem Pufferlager von Materialien in der Größe 4x2 Meter sowie mit automatischem Düsenwechsel ausgerüstet, damit es sich bei Bearbeitungswechsel im unbemannten Betrieb selbst am Laufen halten kann. Dieses Lasersystem ist das größte, das Salvagnini bis jetzt in Skandinavien geliefert hat.

 

Die robotisierte Abkantpresse „RoboFormer“ ist ebenfalls die größte ihrer Art, wie sie Salvagnini bisher auf dem skandinavischen Markt geliefert hat. Hierbei handelt es sich um eine 5,1 Meter Abkantpresse mit einer Presskraft von 320 Tonnen. Der Handhaberobotter, der 7 Achsen hat und sich parallel zur Abkantpresse bewegen kann, hat ein Handhabegewicht von 180 kg.

 

Hier wurde besonderer Wert auf geometrische Flexibilität gelegt, damit das System so viele Werkstücke wie möglich handhaben kann, auch wenn Komplexität, Größe und Gewicht der Werkstücke es schwierig macht, diese auf traditionelle Weise herzustellen. Die Presse ist mit modernsten Entwicklungen ausgestattet, wie der MAC 2.0 Technologie, die die Bombierachse bereits beim ersten Biegevorgang dynamisch nachstellt.

 

Dadurch sollen Materialabweichungen in Dicke und Festigkeit erkannt werden, noch bevor der erste Biegevorgang abgeschlossen ist. Ein automatisierter Prozess ist naturgemäß nicht ständig überwacht. Das bedeutet selbstverständlich, dass derartige Abweichungen auf die Homogenität der Serie beträchtlichen Einfluss haben. An dieser Stelle macht das AMS-Winkelmesssystem zusammen mit den MAC 2.0 Technologien einen wesentlichen Unterschied.

 

Dieses System wird Seite an Seite mit einer bereits früher gelieferten RoboFormer Abkantpressen- und Roboterlösung stehen, die Ib Andresen Industri seit nunmehr vielen Jahren in Betrieb hat. Ein Rundtischsystem, das zum damaligen Zeitpunkt für Ib Andresen Industri entwickelt wurde, wird bei dieser neuen Maschine ebenfalls ein integraler Bestandteil der Zelle sein.

 

Dieses System bietet die Möglichkeit der Aufstapelung von Werkstücken, auch wenn diese beispielsweise mit Holzleisten getrennt werden sollen. Nach jeder neuen Lage rotiert der Tisch nach außen zum Zwischenlegen von Holzleisten. Während dies geschieht, wird auf der anderen Seite des Rundtisches bereits die nächste Lage aufgestapelt. Wieder eine Lösung, die für Kontinuität im Prozess sorgt, ohne dabei Abstriche an der Flexibilität in Kauf nehmen zu müssen.

 

Bild: 3D-Zeichnung des neuen Faserlaserschneider-Setups